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Wie wichtig ist der Brustultraschall zur Früherkennung von Mammakarzinomen?

Dr. Susanne Grothey ist eine erfahrene Frauenärztin aus Deutschland und kommt seit vielen Jahren regelmäßig als Visiting Doktorin an die German Clinic in Dubai Healthcare City.

 

Dr. Susanne Grothey

Dr. Susanne Grothey

 

Heute beschäftigt sie sich mit einem Thema, das viele Frauen betrifft. Brustkrebs ist zwar die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in jedem Alter – aber nicht die gefährlichste, denn spezielle Methoden in der Behandlung und gezielte Früherkennungsmaßnahmen führen heute zu guten Heilungschancen.

 

Infos von Dr. Susanne

Infos von Dr. Susanne

 

In den westlichen Industrieländern erkrankt derzeit jede achte Frau an Brustkrebs- weltweit ist es jede zehnte Frau, wobei die jährliche Inzidenz der Neuerkrankungen bei 150 pro 100.000 Frauen liegt.

Der Altersgipfel liegt kurz nach dem 50. Lebensjahr und fällt nach dem 70. wieder ab,  inzwischen ist aber bekannt, dass gerade jüngere Frauen mit noch sehr dichtem Brustdrüsengewebe immer häufiger erkranken.

Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ist bei der weißen Bevölkerung Nordamerikas und Nordeuropas im Vergleich zu Japanerinnen und Bewohnern mediterraner Länder eindeutig höher, allerdings gleicht sich bei Migration in diese Länder (beispielsweise eine Japanerin, die in die USA auswandert) das Risiko an.

Umwelteinflüsse, wie z.B. Ernährung oder Anzahl und Zeitpunkt der Schwangerschaften werden als mögliche Ursache dieser geographischen Differenzen angesehen.

 

Weitere Risikofaktoren für eine Brustkrebserkrankung sind folgende:

Adipositas, Nikotinmissbrauch, fettreiche und kohlenhydratreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Vitamin D-Mangel, Alkoholmissbrauch (ein Konsum von täglich 25 g Alkohol- das entspricht 0,3 l Wein oder 0,6 l Bier- erhöht das Brustkrebsrisiko um 31%) und fraglich bei Östrogen- Gestagen-Gabe über einen sehr langen Zeitraum.

 

Auch die Erkrankungsrate bei Männern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, auf ca. 115 Frauen kommt ein Mann mit Brustkrebs, der allerdings meist sehr spät erkannt wird und dadurch eine schlechtere Prognose hat.

5-10 % der Brustkrebserkrankungen sind rein genetisch bedingt, bei denen sich eine Genmutation des Gens BRAC1 oder BRCA2 nachweisen lassen.

 

In der German Clinic beschäftigen sich die Ärzte deshalb auch intensiv mit der Anamnese der Patientin, um eventuelle Risikofaktoren zu erkennen und sie gegebenenfalls in einer genetischen Sprechstunde vorzustellen.

Während der Untersuchung wird die Patientin auch darauf hingewiesen, ihre Brust einmal monatlich selbst zu untersuchen, am besten nach der Menstruation. Darüber hinaus wird der Patientin gezeigt, wie sie sich am besten selber untersucht.

 

Knoten in der Brust sind meist erst ab einer Größe von 1-2 cm zu tasten, abhängig von der Größe und der Dichte der Brust. Bösartige Tumore lassen sich nicht verschieben, fühlen sich fest an und schmerzen in der Regel nicht. Allerdings bedeutet auch nicht jeder Knoten eine Krebserkrankung, sollte aber immer sofort abgeklärt werden.

 

Nach dem Abtasten der Brust erfolgt normalerweise wenn es von der Patientin nicht anders gewünscht wird der hochauflösende Brustultraschall. Damit kann man Tumore schon ab 2 mm entdecken. Die besonders in Deutschland nach dem 50. Lebensjahr propagierte Mammographie alle zwei Jahre ist bei dichten Brustdrüsen nicht unbedingt diagnostisches Medium der ersten Wahl und sollte in solchen Fällen unbedingt durch eine Sonographie ergänzt werden. 30 Prozent aller Brustkrebserkrankungen werden im Intervall zwischen dem Mammographie-Screening entdeckt.

 

Weitere Möglichkeiten zur Brustkrebsdiagnostik bietet die Kernspin-Untersuchung der Brust, was das sensitivste Verfahren ist, aber leider nicht immer von den Kassen getragen wird.

 

Dr. Susanne

Dr. Susanne

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema oder anderen Frauenthemen haben, kontaktieren Sie bitte Dr. Susanne Grothey in der German Clinic unter http://german-clinic.expataktuell.de/kontakt/.

 

Die nächsten Besuchstermine von Dr. Susanne finden Sie auf  dem Kalender von Expat Aktuell unter http://expataktuell.de/termine/.

 

Vereinbaren Sie einen Termin mit Dr. Susanne und lassen Sie sich von ihr beraten!