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Die Therapie bei Besenreisern und retikulären Varizen

Retikuläre Varizen sind kleine, netzförmige Krampfadern, die stark den Besenreisern ähneln.

 

Besenreiser und Varizen

Besenreiser und Varizen

 

Venenerkrankungen, wie Varikose der unteren Extremität zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Bevölkerung. Die Varikose ist eine degenerative (strukturelle und funktionelle Abweichung von der Norm) Erkrankung des oberflächlichen Venensystems mit krankhaft erweiterten und geschlängelten Venen, den sogenannten Varizen.

 

Man unterscheidet fünf klinische Formen der Varikose: Die Stammvarikose, die Seitenastvarikose die Perforansvarikose, die retikuläre und die Besenreiservarikose. Stamm, Perforans und Seitenastvarikose werden normalerweise chirurgisch behandelt. Wir konzentrieren uns heute auf retikuläre und Besenreiservarikose an denen ca. 60 % aller Erwachsenen Deutschen leiden.

Besenreiser sind erweiterte intradermale Venen mit einem Durchmesser bis zu 1 mm. Die rötlichen oder bläulichen Venen sind oft fächerartig oder sternförmig angeordnet.  Retikuläre Varizen sind tiefer lokalisiert. Sie sind häufig netzförmig  verzweigt und haben einen Durchmesser von 1-3 mm. Beide Varizenformen treten  besonders in den äußeren  Seiten des Ober- und Unterschenkelbereiches, sowie in der Kniekehle auf. Sie haben in der Regel keine oder nur geringe hämodynamische Auswirkungen.

 

Symptome wie schwere Beine, stechende Schmerzen und Spannungsgefühle in den Beinen können auftreten, jedoch sind die kosmetischen Probleme die Hauptgründe für den Arztbesuch.

 

Typen-Darstellung

Typen-Darstellung

 

Diagnose: Vor jeder Sklerotherapie gibt es eine umfassende Diagnostik, da die Besenreiser bereits das erste sichtbare Symptom einer lang andauernden venösen Störung sein können.  Das erfasst die Krankengeschichte, die Untersuchung und idealerweise eine Doppler- oder Duplex-Sonographie. So können Erkrankungen des tiefen Venensystems ausgeschlossen und krankhafte Rückflüsse im Oberflächen-Venensystem festgestellt werden.

 

Nach der Diagnosestellung wird gemeinsam mit dem Patienten ein Behandlungsplan erarbeitet. Wichtig ist es dem Patienten zu erklären, dass der Umbauvorgang der Venen Zeit in Anspruch nehmen kann. Das heißt ein optimales Ergebnis wird unter Umständen  erst nach mehreren Wochen und mehreren Sitzungen erreicht.

 

Sklerotherapie: (Sie wird auch als Mikro-Sklerotherapie bezeichnet) Sie ist nach den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Phlebologie die Methode der Wahl zur Behandlung der kleinen Varizen. Die Sklerotherapie umfasst den Plan zur Ausschaltung der Varizenvenen durch Einspritzen eines Sklerosierungsmittels in die betroffenen Venen. Das Sklerosierungsmittel führt zu einer Schädigung der inneren Schicht und später zum Verschluss der Vene. Durch körpereigene Umbauprozesse entstehen hier langfristig nur Bindegewebe, die funktionell eine Entfernung der Varizen entsprechen.

 

Das Sklerosierungsmittel beinhaltet Alkohol und hat sich seit vielen Jahren als sicher und wirksam bewährt. Üblicherweise werden Besenreiser und retikuläre Varizen im Liegen sklerosiert ohne lokale Betäubung. Nach der anfänglichen Entfärbung erfolgt  in der Regel eine leichte Rotfärbung des sklerosierten Bereiches. Dies gehört zu den normalen Reaktionsabläufen der Sklerosierung.

 

Nachbehandlung: Direkt im Anschluss folgt eine lokale Kompression mit einem Kompressionstrumpf. Dieser muss 24-48 Stunden ununterbrochen getragen werden, also auch nachts  und später nur tagsüber – für 7 Tage.

 

Unmittelbar nach der Sklerotherapie sollte der Patient schnell auch zu einer 30minütigen Blutgerinnsel- Prävention gehen. Es wird außerdem empfohlen langes Sitzen zu vermeiden. Ebenso sollte man in den ersten Tagen  auf ein Sonnenbad  und auf Sauna verzichten.

Der Patient wird in der Regel 1-2mal zur Kontrolle einbestellt. Die 2. Kontrolle findet nach etwa 6 Wochen statt. Es können mehrere Sitzungen in einem Abstand von 1-2 Wochen zum optimalen Therapieerfolg erforderlich sein.

 

Dr. Eyad Hassan

Dr. Eyad Hassan

 

Der Facharzt für Gefäßchirurgie Dr. Eyad Hassan hat vor kurzem das Team im German Heart Centre Bremen in Dubai verstärkt und baut hier die neue Abteilung für Gefäßchirurgie auf.

Er deckt das gesamte Spektrum der Gefäßchirurgie ab wie z.B. die Behandlung von Aneurysmen, von arteriellen Verschlusskrankheiten und auch von Halsschlagaderverengungen. Häufig war er bisher in Deutschland auch mit der Behandlung von Krampfadern, Besenreisern und diabetischen Füßen befasst.

 

Das Team im German Heart Centre

Das Team im German Heart Centre

 

Das German Heart Centre befindet sich in Dubai Healthcare City im Building 39, District 8 und es steht seit kurzem unter der Leitung des medizinischen Direktors Prof. Dr. Uwe Klima.

 

Telefon  +971 4 362 4797

Mail info@german-heart-centre.com

Webseite www.german-heart-centre.com